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Unser Leitbild ist unser "Grundgesetz" auf das alle, die bei und für Helfende Hände arbeiten, von Praktikanten bis zum Vorstandsmitglied, verpflichtet sind. Das Leitbild wurde von allen "Helfenden Händen" in intensiver gemeinsamer Diskussion entwickelt und verabschiedet. Es drückt unser Selbstverständnis aus und bildet die Basis für die tägliche Arbeit mit den uns anvertrauten behinderten Menschen.

 

WIR SOLLTEN MEHR DARAUF ACHTEN,
WAS EIN MENSCH ERLEBT UND ERLEIDET,
ALS DARAUF, WAS ER KANN ODER NICHT KANN.


Leitbild


Dieses Leitbild bildet den Rahmen für die gesamten Tätigkeiten des Vereins und aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Es beschreibt unser Selbstverständnis und ist Richtschnur für unser tägliches Handeln und Verhalten. Im Mittelpunkt steht dabei ein Menschenbild, in dem wir Behinderung nicht als Defizit betrachten, das überwunden werden muss. Vielmehr erkennen wir Behinderung als eine der Bedingungen des Lebens an. Wir sind davon überzeugt, dass auch unter diesen Vorzeichen erfülltes Leben gelingen kann.

Wir erleben in jedem Betreuten einen Menschen mit Körper, Geist, Seele, seinen sozialen Beziehungen und seiner Biographie. Wir begleiten und unterstützen ihn in seiner Entwicklung. Dabei grenzen wir Hilflosigkeit und Abhängigkeit, Schmerz und Trauer, Rückschritt und Enttäuschung nicht aus. Sie sind ebenso beachtenswerte Aspekte des Lebens wie Zufriedenheit und Normalität, Hoffnung und Erfüllung, Freude und Glück.

Grundlage unserer Arbeit ist die Achtung vor dem Menschen. Sie drückt sich in einem respektvollen Umgang mit den von uns Betreuten und ihren Familien aus. Aus gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung erwächst Vertrauen und ein Zusammenwirken aller Beteiligten im Sinne der von uns betreuten Menschen.

Die Aufgaben des Vereins


Unsere Kernaufgabe ist es, Menschen mit schwersten Mehrfachbehinderungen zu betreuen und zu fördern. Wir nehmen Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf, die auf Grund der Schwere ihrer Behinderung besonderer Hilfen bedürfen.

Unser privater, gemeinnütziger Verein ist aus einer Elterninitiative entstanden. Eltern beeinflussen als Mitglieder des Vereins und in der ehrenamtlichen Arbeit im Vorstand ganz wesentlich die grundsätzliche Entwicklung unserer Organisation.

Im Münchner Westen haben wir seit mehr als dreißig Jahren schrittweise Einrichtungen geschaffen.
Wir begleiten und betreuen die uns anvertrauten Menschen in:

  • einer schulvorbereitenden Einrichtung,
  • einer privaten Förderschule und Heilpädagogischen Tagesstätte,
  • einem Internat und Kurzzeitwohnheim,
  • einer Förderstätte,
  • einem Wohnpflegeheim und
  • einer Begegnungsstätte, die vom Verein Zukunft betrieben wird.

 

Ergänzende Aufgaben für uns sind:

  • Wir beraten und unterstützen Eltern bei allen Fragen, die sich aus der besonderen Situation ihrer behinderten Kinder ergeben.
  • Wir sind im Austausch mit anderen Einrichtungen und Diensten.
  • Wir erschließen alle geeigneten Hilfsquellen zu Gunsten der Vereinsaufgaben.

Ziele unserer Arbeit mit den Betreuten


Wir tragen Sorge für das Wohlbefinden

Wir fühlen uns verantwortlich dafür, dass sich die Menschen mit Behinderungen bei uns wohlfühlen, sicher und geborgen leben können sowie ihre Position im Leben finden. Mit pädagogischer Pflege und therapeutischen Hilfen entsprechen wir grundlegenden Bedürfnissen eines Menschen mit Behinderung und bereiten die Basis für weitere Entwicklungen beim Lernen, Arbeiten und Erholen.

Wir stärken die Eigenständigkeit

Für jeden unserer Betreuten streben wir Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten an. Wir ermutigen sie täglich neu, ihre Anliegen deutlich zu machen. Wir setzen uns mit ihren Willensäußerungen auseinander und respektieren ihre Entscheidungen. Die Privat- und Intimsphäre der von uns betreuten Menschen achten wir ebenso wie ihre Sexualität. In den Ablösungsprozessen von ihren Eltern werden sie von uns unterstützt und begleitet.

Wir unterstützen vorhandene Fähigkeiten

Wir wollen den jungen Menschen den Boden für ein erfülltes Leben bereiten. In unseren Einrichtungen bieten wir ihnen vielfältige Möglichkeiten, Interessen zu wecken, Begabungen nachzugehen sowie vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und weiter zu entwickeln. Im gemeinsamen Erleben und Tun gestalten die Betreuten ihr persönliches Umfeld.

Wir finden individuelle Ausdrucksmöglichkeiten

Kommunikation in jeder Form zwischen den Betreuten und mit ihren Betreuern und Betreuerinnen ist Voraussetzung für unsere Arbeit. Wir versuchen, persönliche Ausdrucksweisen zu verstehen, greifen diese auf und fördern sie weiter. Dazu gehört vor allem die Suche nach passenden Kommunikationsformen und die Entwicklung neuer Verständigungsmöglichkeiten.

Wir fördern soziale Integration

Gemeinsame Erlebnisse und der Dialog untereinander ergänzen familiäre Beziehungen und stärken das soziale Netz der Betreuten. Wir unterstützen das Entstehen und den Erhalt von Kontakten sowie die Pflege von Freundschaften. Durch eine für die Öffentlichkeit einsehbare Arbeit wollen wir eine höhere Akzeptanz für die von uns betreuten Menschen erreichen. Mit Besuchen und Veranstaltungen tragen wir zur sozialen Integration bei.

Wie wir unsere Ziele erreichen


Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Um alle Aspekte der von uns betreuten Menschen gerecht zu werden, wirken die verschiedenen Fachdisziplinen in unseren Einrichtungen partnerschaftlich zusammen. Klar abgegrenzte Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche auf allen Ebenen schaffen die Basis für wirkungsvolle Zusammenarbeit.

Enger Kontakt zu den Eltern

Der Kontakt zwischen Eltern und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist sehr wichtig. Durch Gespräche sowie bei Elternabenden, Hausbesuchen und im Elternbeirat werden wichtige Informationen ausgetauscht. So kann die Integration der verschiedenen Lebensbereiche unserer Betreuten erfolgen. Dabei ist die gegenseitige Wertschätzung von Erfahrungen und die Anerkennung des Geleisteten von großer Bedeutung.

Gestaltung unserer Räumlichkeiten

In der Gestaltung unserer Gebäude, Innenräume und Freiflächen wollen wir den individuellen Bedürfnissen der hier lebenden Menschen entgegenkommen. Die Raumqualität soll Rückzug und Kontakte ermöglichen. Unsere Häuser wirken nach außen offen und unterstützen die von uns angestrebte Integration mit der Umwelt.

Kompetenz der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Wir wollen fachlich qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die für neue Ideen aufgeschlossen sind und die Routine in Frage stellen. Im externen Erfahrungsaustausch suchen wir kontinuierlich nach neuen Erkenntnissen und Anregungen. Wir fördern die aktive Aneignung fachlichen Wissens sowie die Weiterentwicklung der pädagogischen und therapeutischer Praxis. Aus Fehlern und Konflikten versuchen wir zu lernen. Wir nehmen Kritik ernst und erarbeiten daraus gemeinsam neue Lösungen.


Kooperative Führung

Unsere Vorgesetzten sollen als Vorbild wirken und durch ihren eigenen Einsatz überzeugen. Sie fördern, fordern und motivieren ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und bringen ihnen Vertrauen entgegen. Durch Delegation und Entscheidungsbeteiligung erreichen wir, dass alle Beteiligten als mündige Partner und Partnerinnen im Verein Verantwortung in ihrem Arbeitsbereich mittragen.

Effektiver Ressourceneinsatz und Qualitätsmanagement

Wir stellen eine bedarfsgerechte personelle Besetzung und eine ausreichende materielle Ausstattung unserer Einrichtungen sicher. Alle Beteiligten sorgen in ihren Verantwortungsbereichen für einen zielorientierten Einsatz der uns zur Verfügung stehenden Mittel. Durch Qualitätsmanagement machen wir unsere Ziele und Abläufe transparent, um unsere Arbeit kontinuierlich zu überprüfen und sie wirkungsvoller zu machen.

Organisatorische Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit

Das Wachstum unseres Vereins orientiert sich ausschließlich an der Nachfrage nach Dienstleistungen für schwerst mehrfachbehinderte Menschen. Dennoch sollen unsere Einrichtungen überschaubar bleiben. Voraussetzung hierfür ist die klare organisatorische Gliederung in weitgehend selbstständige Bereiche. Mit der Darstellung unserer Tätigkeit nach außen sichern wir das Ansehen und die Sympathie für den Verein. Wir überzeugen Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit von der Bedeutung unserer Arbeit und gewinnen weitere Freunde und Förderer.

Dieses Leitbild wurde erarbeitet von den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und dem Vorstand des Vereins Helfende Hände unter Beteiligung der Eltern der von uns betreuten Menschen.

Stand: März 2002

 

Das Leitbild steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.



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07.12.2017 09:30 - 07.12.2017 11:30
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